Nicht alles war Bauhaus

Ursula Muscheler

Nicht alles war Bauhaus

bei der Suche nach einer neuen Architektur

Sachbuch

Ca. 250 Seiten, mit Abb.

Gebunden, mit Schutzumschlag 

Ca. € 25,00 (D) / € 25,80 (A)

ISBN 978-3-95510-394-1 

Warengruppe 1955

Erscheint am 9. März 2026

 

 

Neben den kämpferischen Funktionalisten des Bauhauses gab es im vielstimmigen Konzert des Neuen Bauens Hans Poelzig und seine Schüler. Die Erfahrung des Ersten Weltkriegs als Kinder hatte sie großen Stimmungen und hehren Zielen gegenüber skeptisch werden lassen. Hans Poelzig wurde ihnen zum erhofften Mentor. Sie waren keine Verfechter kompromissloser Prinzipien wie die Bauhäusler, vielmehr richteten sie den Blick auf die alltäglichen Bedürfnisse der Menschen. Poelzigs Meisterschüler hatten kaum erste Lorbeeren geerntet, da verhinderten Weltwirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit, dann die Macht­übernahme der Nationalsozialisten ihre weitere Entwicklung. Einige blieben im Land und passten sich der neuen Zeit an wie Friedrich Tamms. Andere gingen in die sogenannte innere Emigration wie Egon Eiermann. Wieder andere begaben sich unfrei­willig auf Wanderschaft. Sie überlebten wie Rudolf Hamburger im Gulag oder arbeiteten wie Kurt Liebknecht, Richard Paulick und Hermann Zweigenthal weiter unter den schwierigen Bedingungen des Exils. Nur wenigen Glücklichen wie Otto Königsberger, Walter Segal und Konrad Wachsmann gelang es im Exil, ihre ganz eigene Handschrift zu entwickeln. Im Nachgang zum großen Bauhaus-­Jubiläum vertiefte sich die Autorin in zahlreiche Nachlässe, Biografien und Fachartikel. Nach und nach entwickelte sich vor ihren Augen das berührende Bild einer Gruppe junger Architekten auf ihrer mission impossible, der Schaffung einer besseren Welt.

 


 

 

Ursula Muscheler 

 

ist promovierte Architektin und als solche freiberuflich tätig. Darüber hinaus ist sie Autorin erzählender Sachbücher zur Architekturgeschichte und hat bei C.H. Beck und im Berenberg Verlag u. a. Die Nutzlosigkeit des Eiffelturms. Eine etwas andere Architekturgeschichte, Das rote Bauhaus. Eine Geschichte von Hoffnung und Scheitern und Mutter, Muse und Frau Bauhaus. Die Frauen um Walter Gropius veröffentlicht.

 

Foto: privat


 

Ursula Muscheler